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Unerlaubtes Lesen von E-Mails rechtfertigt fristlose Kündigung 
Liest ein Systemadministrator unerlaubt E-Mails mit, ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt
Auch ein Systemadministrator, der technisch gesehen Zugriff auf sämtliche E-Mails im Unternehmensnetzwerk hat, darf E-Mails nicht unerlaubt mitlesen. Ist dies der Fall, so ist eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt...

Im vorliegenden Fall war ein Systemadministrator rund 15 Jahre bei einem Versicherungskonzern beschäftigt. Durch seine Tätigkeit konnte er technisch gesehen alle E-Mails im Unternehmen mitlesen.

Als es zu einem Streit mit seinem Vorgesetzten kam, befürchtete der Systemadministrator, sein Chef könne den Vorfall anderen gegenüber falsch darstellen. Er griff daraufhin auf drei E-Mails seines Vorgesetzten zu und las sie.

Der Chef hatte beim Versenden der Mails allerdings eine Lesebestätigung durch den Empfänger eingerichtet. Als diese durch den Zugriff des Systemadministrators automatisch ausgelöst wurde und der Chef anstelle einer Bestätigung des eigentlichen Empfängers die seines Systemadministrators erhielt, flog die ganze Sache auf und man kündigte dem Mitarbeiter ohne vorherige Abmahnung fristlos.

Der Systemadministrator zog daraufhin vor Gericht, doch seine Klage wurde abgewiesen. Begründung: Der unbefugte Zugriff auf E-Mails erfülle einen Straftatbestand. Der Mitarbeiter habe einen Vertrauensmissbrauch begannen und eindeutige Verbote ignoriert.

Er habe einen gezielten Missbrauch von Zugriffsrechten aus eigennützigen Motiven betrieben. Damit habe er seine arbeitsvertraglichen Pflichten erheblich missachtet. Eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei deshalb berechtigt.

Arbeitsgericht Aachen, Az. 7 Ca 5514/04


Der Mitarbeiter legte gegen das Urteil Einspruch ein und man einigte sich in einem Folgeverfahren auf einen Vergleich.

Landesarbeitsgericht Köln, Az. 5 Sa 1631/05
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