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Thema: Tipps Business
Liegt bei Ihnen eine Scheinselbständigkeit vor? Darauf sollten Sie achten 
Vermeiden Sie böse Überraschungen aufgrund von Scheinselbständigkeit

Scheinselbständig oder selbständig? Mit dieser Frage werden Selbständige, aber auch Auftraggeber immer wieder konfrontiert. Denn stellt sich ein Vertragsverhältnis plötzlich als Scheinselbständigkeit heraus, kann das ungeahnte und kostenspielige Folgen haben. Diese Tipps zum Thema Scheinselbständigkeit zeigen, worauf es ankommt...

Zahl der Auftraggeber nicht ausschlaggebend
Es ist oft zu lesen, dass Selbständige maximal 5/6 ihrer Aufträge von einem Auftraggeber beziehen dürfen. Tatsächlich ist die Zahl der Auftraggeber unerheblich, wenn es um die Frage einer Scheinselbständigkeit geht.

Ein Auftrag kann einwandfrei auf selbständiger Basis geführt, die anderen Aufträge dagegen sehr wohl in Scheinselbständigkeit ausgeführt werden. Oder auch umgekehrt. Es kommt stets auf das Vertragsverhältnis an.

Darauf kommt es bei Scheinselbständigkeit an

Zwei Fragen sind zu beantworten, mit denen die Einstufung als Selbständiger steht und fällt. Für die Sozialversicherung ist maßgeblich, ob der Auftragnehmer weisungsgebunden, beziehungsweise in die betrieblichen Abläufe des Auftraggebers eingebunden ist.


Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Auftragnehmer
  • auf Dauer nur diesen einen Auftraggeber hat,
  • Aufträge nicht ohne weiteres ablehnen kann,
  • den Anweisungen des Auftraggebers folgen muss, also weisungsgebunden ist,
  • in den Räumen des Auftraggebers, zu festen Zeiten und an einem festen Platz arbeitet,
  • im Firmentelefonverzeichnis mit einer eigenen Nummer geführt wird,
  • seine Arbeitsmaterialien vom Auftraggeber gestellt bekommt,
  • in Dienstpläne eingeteilt wird,
  • zur Teilnahme an internen Besprechungen verpflichtet ist.

Des weiteren können folgende Kriterien für eine nicht vorhandene Selbständigkeit sprechen
  • die Entlohnung erfolgt nach einem Tarifvertrag bzw. ein zeitlich fixierbares festes Entgelt ist vereinbart,
  • ein Urlaubsanspruch oder eine Kündigungsfrist wird Vertragsbestandteil.

Auf die Gesamtgestaltung des Vertrages kommt es an
Es gibt nicht ein einzig entscheidendes Kriterium. Das Gesamtbild der Vertragsausgestaltung und der Auftragserfüllung ist entscheidend. Wer als Berater für begrenzte sich wiederholende Zeiträume in einem Büro seines Auftraggebers seiner Tätigkeit nachgeht, muss nicht zwangsläufig scheinselbständig sein. Ein Webdesigner, der wöchentlich an zwei Tagen zu festen Arbeitszeiten in der Webdesign-Abteilung eines Internetunternehmens Aufträge erledigt und sich dabei streng an die Vorgaben des Abteilungsleiters halten muss, könnte in diesem Auftragsverhältnis bereits scheinselbständig sein. Selbst wenn er eine eigene Firma besitzt und über diese noch elf weitere Auftraggeber hätte.

Scheinselbständig und was nun?
Stellt die Deutsche Rentenversicherung als Sozialversicherungsträger eine abhängige Beschäftigung fest, so gibt es folgende Möglichkeiten:
  • Auftraggeber und -nehmer verändern die Vertragsbedingungen, sodass zukünftig eine einwandfreie selbstständige Tätigkeit auch tatsächlich bestehen wird.
  • Die Entscheidung wird akzeptiert. Es besteht Sozialversicherungspflicht. Der Auftraggeber muss den Auftragnehmer anmelden. Er hat von seiner Vergütung die gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge einzubehalten und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen an die Sozialversicherung abzuführen. Steuer- und arbeitsrechtlich kann eine Selbständigkeit weiterhin bestehen, sofern das Finanzamt nicht die Steuerpflichtigkeit feststellt. Die Beteiligten schließen einen Arbeitsvertrag. Die sauberste und einfachste Lösung.

Auftraggeber sollten sich vorher absichern
Um bereits im Vorfeld Klarheit zu erhalten, kann der Auftraggeber binnen eines Monats nach Vertragsbeginn eine Statusabfrage zur Klärung der Sozialversicherungspflicht stellen. Wird eine Sozialversicherungspflicht vom Rentenversicherer bestätigt, läuft die Versicherungspflicht mit dem Tag der Bestätigung. Wurde die Statusabfrage hingegen nicht gestellt und wird nachträglich die Sozialversicherungspflicht nachgewiesen, muss der Auftraggeber die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge der letzten vier Jahre nachzahlen.

Bei konkreten Anliegen sollten Sie in jedem Falle die Meinung eines Steuerberaters und/oder Rechtsanwaltes einholen.

Von Thomas Patscha.


Über den Autor

Thomas Patscha verfügt über langjährige Erfahrung im Personalbereich und berät und unterstützt Unternehmen in allen personalrelevanten Fragen. Mehr über ihn erfahren Sie auf seiner Webseite.

Wenn Sie mehr über Ihn erfahren möchten, lesen Sie doch auch seine Gründerstory.

© Weiterverwendung und Vervielfältigung des Artikels nur mit schriftlicher Genehmigung.
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