So machen Sie aus Lücken im Lebenslauf persönliche Pluspunkte
Sie sind nach dem Studium noch ein paar Monate in der Welt herumgereist? Haben sich mal eine Auszeit vom Job genommen? Oder waren eine Zeit lang arbeitssuchend? Alles kein Problem, einen aalglatten Lebenslauf können inzwischen die wenigsten ArbeitnehmerInnen vorweisen. Erfahren Sie, wie selbst Lücken im Lebenslauf zum Pluspunkt werden können...
Vertuschen bringt nicht weiter
Viele Bewerber versuchen, entstandene Lücken im Lebenslauf zu vertuschen. Da wird dann bei Anfangs- und Enddaten der jeweiligen Arbeitsverhältnisse kein genaues Datum angeben (z.B. 01.04.06 - ), sondern nur Jahreszahlen (z.B. 2006 – 2007). Oder vorherige Jobs werden von der Dauer her gestreckt, was spätestens beim genauen Betrachten der Arbeitszeugnisse auffliegt.
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Manch einer neigt dazu, seine Arbeitslosigkeit durch eine Weltreise zu ersetzen, die sich im Gespräch komischerweise als Langzeiturlaub auf Balkonien herausstellt. Oder Aushilfsjobs werden einfach erfunden. Bleiben Sie immer bei der Wahrheit, denn spätestens im Vorstellungsgespräch wird man von Ihnen Details erfragen und 1 und 1 lässt sich bekanntlich zusammenzählen.
Auf die Verpackung kommt es an
Es geht gar nicht darum, ob es Ihrer Meinung nach unschöne Lücken im Lebenslauf gibt, sondern um die Art und Weise, wie diese durch Sie inhaltlich gefüllt werden. Verschweigen, beschönigen oder Sachen erfinden ist da nicht der richtige Weg. Bleiben Sie ehrlich und stehen Sie dazu.
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Positive Seiten hervorheben
Nehmen wir mal die Weltreise – heutzutage werden Auslandserfahrung und Sprachkenntnisse immer wichtiger für den Job und Unternehmen legen großen Wert darauf. Also bringen Sie diese Erfahrung unbedingt mit in den Lebenslauf ein. Schreiben Sie nicht einfach nur:
von/ bis...: Weltreise
sondern nutzen Sie es, um Pluspunkte zu sammeln. Sicher haben Sie z.B. Einblicke in andere Kulturen erhalten, Ihre Sprachkenntnisse vertiefen können oder sogar den einen oder anderen Job gemacht. Also erwähnen Sie es auch.
Gleiches gilt für Zeiten der Arbeitslosigkeit. Sie haben während dieser Zeit bestimmt nicht däumchendrehend vorm Fernseher gesessen und vor lauter Langeweile an den Fingernägeln gekaut. Vielleicht haben Sie in dieser Zeit Ihre PC oder Sprachkenntnisse vertieft? Waren ehrenamtlich tätig? Sind anderen Aktivitäten nachgegangen, bei denen Sie etwas gelernt oder bestehende Kenntnisse vertieft haben? Also im Lebenslauf nicht einfach schreiben
von/ bis...: Arbeitsuchend
sondern z.B.
von/ bis... Arbeitsuchend
- Ehrenamtliche Tätigkeit als....
- Vertiefung meiner PC-Kenntnisse, speziell MS Office im Selbststudium
- Betriebswirtschaft an der Volkshochschule
- ...
Bezug zum Stellenangebot nicht verlieren
Dabei kommt es immer auch auf die Position an, auf die Sie sich bewerben, d.h. die im Lebenslauf erwähnten Aktivitäten sollten schon etwas mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun haben. Wenn Sie z.B. Touristik studiert haben und sich nun in der Reisebranche bewerben möchten, dann sind die Reiseerfahrungen und erlernten Sprachkenntnisse während der Weltreise riesige Pluspunkte, die mit aufgeführt werden können. Bei einem Koch wären das z.B. die erworbenen Kenntnisse in der internationalen Küche, bei einer Sekretärin die Vertiefung der PC Kenntnisse während der Auszeit, bei einer Pflegekraft die Pflege eines kranken Familienmitgliedes etc.
Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen berufsbezogenen Fähigkeiten, die man in Bezug auf den ausgeschriebenen Job mitbringt und die fachlich betrachtet einen Pluspunkt darstellen.
Mut zur Lücke
Überlegen Sie also, wie Sie Ihre Aktivitäten und dabei gesammelten Erfahrungen - auch während der Auszeiten - positiv mit einbringen können. Denn dann vermindern die Lücken in Ihrem Lebenslauf nicht die Chancen auf den neuen Job, sondern können sie sogar enorm steigern.
Autor: ZL
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