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Urlaubsanspruch - Soviel Urlaub steht Ihnen zu 
Wie Sie Ihren Urlaubsanspruch durchsetzen und vermeiden, ihn zu verlieren

Der nächste Urlaub ist schon lange geplant, die Reise gebucht und plötzlich heißt die Ansage von oben: Urlaubssperre? Oder vor lauter Arbeit haben Sie noch unzählige Tage Resturlaub aus dem alten Jahr und sehen auch im neuen keine Chance, den Urlaub fristgerecht zu nehmen? Und wie verhält es sich eigentlich mit Ihrem Urlaubsanspruch auf Resturlaub bei einem Jobwechsel? Wir sagen es Ihnen...

Jeder Arbeitnehmer hat einen Mindestanspruch auf Urlaub
Grundsätzlich ist zu sagen, dass jeder Arbeitnehmer das Recht auf mindestens 24 Werktage Urlaub hat. Werktage sind dabei alle Tage, die nicht Sonntage oder gesetzliche Feiertage sind.

Fällt ein Feiertag auf einen Werktag ist dieser dennoch arbeitsfrei und muss durch den Arbeitnehmer auch nicht vor- oder nachgearbeitet werden. Beim Urlaubsanspruch kann in einem Tarifvertrag von der Werktagsregelung abgewichen werden.

Wenn 24 Tage Mindesturlaub für eine 6-Tage-Woche gesetzlich vorgeschrieben sind, dann heißt dies auch, dass kein Arbeitgeber weniger Urlaubsanspruch gewähren darf. Arbeitet man generell an 5 Tagen in der Woche, dann ergibt sich ein Urlaubsanspruch von 24 : 6 x 5 = 20 Arbeitstagen. Bei einer 4-Tage-Woche sind es noch 16 Arbeitstage Jahresurlaub usw.

Es ist übrigens unerheblich, ob der Arbeitnehmer voll-, teilzeitig oder geringfügig arbeitet.

Der Urlaubsanspruch wird anhand der regelmäßig wöchentlich zu leistenden Werk- bzw. Arbeitstage und nicht nach Arbeitsstunden errechnet und ist im Verhältnis zu den geleisteten Arbeitstagen immer gleich.

Berechnung des Urlaubsanspruches
Ein Arbeitnehmer, der zum Beispiel Montags, Donnerstags und Freitags jeweils 3 Stunden arbeitet, muss auch nur für diese Tage Urlaub beantragen. Folglich hätte er einen gesetzlichen Mindestanspruch von 24:6*3 = 12 Arbeitstagen im Jahr.

Ergeben sich bei der Urlaubsberechnung Bruchteile ganzer Tage, so ist ab 0,5 Tagen auf einen ganzen Tag aufzurunden. Kleinere Bruchteile dürfen nicht verfallen und sind ebenfalls zu gewähren. Es steht dem Arbeitgeber natürlich frei, mehr Urlaubstage zu gewähren, als die gesetzlich als Urlaubsanspruch vorgeschriebenen.

Um den Erholungscharakter zu unterstreichen, muss eine Urlaubsphase pro Jahr, sofern hierüber ein Gesamtanspruch besteht, mindestens 12 Werktage umfassen.

Verfall des Urlaubsanspruches
Der Anspruch auf vollen Jahresurlaub wird erstmals nach 6 Monaten Beschäftigungszeit wirksam. Vor diesen 6 Monaten hat der Arbeitnehmer lediglich Anspruch auf den anteiligen Urlaub für die voll geleisteten Kalendermonate. Also Achtung, wird das Arbeitsverhältnis am 15. Januar begonnen und im April soll der Urlaub stattfinden, besteht ein Urlaubsanspruch nur für die Monate Februar und März. Dabei steht es dem Arbeitgeber frei, mehr Urlaub zu gewähren als es rechtlich notwendig.

Der Urlaubsanspruch gilt immer nur für das jeweilige Kalenderjahr. Nach dem 31.12. verfällt der Urlaubsanspruch des abgelaufenen Kalenderjahres, es sei denn man hat eine Vereinbarung über die Übertragung ins nächste Kalenderjahr getroffen. Dann verfällt der Urlaub - abgesehen von sehr speziellen Einzelfallkonstellationen - unwiderruflich am 31.03. des Folgejahres.

Eine Auszahlung des nicht genommenen Resturlaubs ist nicht möglich. Die Auszahlung ist ausschließlich dann statthaft, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wurde und es keine Möglichkeit mehr gab, den Urlaub rechtzeitig zu nehmen beziehungsweise zu gewähren. Dies dürfte regelmäßig bei der fristlosen Kündigung der Fall sein. Eine Vereinbarung hingegen, die regelt, dass in einem nicht beendeten Arbeitsverhältnis der nicht beantragte oder nicht genehmigte Urlaub ausbezahlt wird, ist unwirksam - auch wenn der Arbeitnehmer sich eine Auszahlung wünscht. Der Arbeitgeber sollte beachten, dass in diesem Fall der Urlaubsanspruch weiterhin fortbesteht.

Rückforderungen von bereits genehmigtem Urlaub
Endet ein Arbeitsverhältnis, kann unter Umständen nachgewiesen werden, dass einem Arbeitnehmer mehr Urlaub genehmigt wurde, als er tatsächlich als Anspruch hatte. Der Arbeitgeber kann diese zu viel gewährten Tage allerdings nicht zurückfordern. Denn wurde ein Urlaub genehmigt und somit rechtmäßig genommen, kann er nicht wieder ohne weiteres zurückgenommen werden. Dies gilt übrigens auch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis.

Ablehnung eines bereits gewährten Urlaubs
Nur bei besonders wichtigen betrieblichen Belangen darf der Arbeitgeber einen bereits genehmigten Urlaub zurückziehen. Dies muss aber ein wirklich schwerwiegender Grund sein, organisatorische Probleme, ein neuer Auftrag oder eine plötzliche Erkrankung eines Kollegen reichen hierfür in der Regel nicht aus.

Streicht der Arbeitgeber den Urlaub, obwohl der Grund nicht ausreichend wichtig ist, könnten Sie als Arbeitnehmer dagegen klagen, wobei versucht werden sollte, sich einvernehmlich zu einigen, um das weitere Arbeitverhältnis nicht zu belasten. Beurlauben Sie sich auf keinen Fall selbst trotz Urlaubssperre oder abgelehntem Urlaub.

Von Thomas Patscha. Stand August 2008.

Über den Autor

Thomas Patscha verfügt über langjährige Erfahrung im Personalbereich und berät und unterstützt Unternehmen in allen personalrelevanten Fragen. Mehr über ihn erfahren Sie auf seiner Webseite.

Wenn Sie mehr über Ihn erfahren möchten, lesen Sie doch auch seine Gründerstory.

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