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40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?

40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?


Beitragvon rutchen » 21.02.2013 15:02

Hallo,

ich bin gerade auf Jobsuche und bisjetzt gabs leider einige Absagen. Inzwischen glaube ich wirklich, es muss an meinem Alter liegen (47), weil sonst kann ich mir die ganzen Absagen nicht erklÀren. Bin berufserfahren, habe mich immer weitergebildet und meine Zeugnisse sind auch top.

Habe jetzt gelesen, dass wenn in den Stellenangeboten Sachen stehen wie "wir sind ein junges dynamisches Team" oder "Sie bringen erste Berufserfahrung mit", man sich auf sowas als Ältere gar nicht erst bewerben braucht, weil das ganz klar bedeutet: die suchen junge Mitarbeiter. Das "erste Berufserfahrung" und "junges dynamisches Team" sind nur Codes fĂŒr "wir suchen junge Leute", weil die Unternehmen das wegen dem Antidiskriminierungsgesetz nicht so reinschschreiben dĂŒrfen, wie sie es meinen.

Vielleicht erklÀrt dass auch die vielen Absagen, die ich bisher hatte, weil vorher habe ich mir nichts bei gedacht, wenn da z.B. stand "erste Berufserfahrung". Ganz im Gegenteil, dachte: umso besser, dann freuen die sich doch, wenn ich schon erfahren bin.

Seit ich das gelesen habe, gucke ich mir die Stellenangebote natĂŒrlich ganz genau an und muss seitdem feststellen, dass ich mich eigentlich auf fast nichts mehr bewerben kann, weil ĂŒberall so Sachen drinstehen. Jetzt bin ich total verunsichert. Wie geht ihr denn mit sowas um? Ich weiß schon gar nicht mehr ob und auf was ich mich ĂŒberhaupt bewerben soll, abgesehen davon rutscht mein SelbstwertgefĂŒhl im stĂ€rker in den Keller, vor allem weil ich mich ĂŒberhaupt nicht alt fĂŒhle :(

Liebe GrĂŒĂŸe

Ruth
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Re: 40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?


Beitragvon Boo » 21.02.2013 18:39

Also, was die Inhalte von so manchen Stellenangeboten betrifft, ich glaube, dann mĂŒssten auf der Welt nur noch EierlegendewollmilchsĂ€ue rumlaufen. Was manche Unternehmen da so fĂŒr Vorstellungen haben, was ein und die selbe Person alles können soll, einfach nur utopisch.

Ach ja und natĂŒrlich soll der ideale Bewerber alles können, dazu am besten noch studiert haben, Erfahrung mitbringen, aber bloss nicht Ă€lter als 26 sein... ein einziges Wunschkonzert halt unter dem Motto: versuchen kann man es doch mal.

Zu deiner 40+ Thematik: ich bin auch kein junger HĂŒpfer mehr und aus Erfahrung achte ich in Stellenanzeigen schon auf manche SchlĂŒsselwörter, einfach auch, um mir den Absagefrust zu ersparen. "Erste Berufserfahrung" ist da fĂŒr mich z.B. ein klares Signal fĂŒr "lass es", das "junge dynamische Team" ist grenzwertig, geht aber in eine Ă€hnliche Richtung. Klar gibt es "junge" und "alte" 40+, "jung und dynamisch" geht meines Empfindens nach aber schon in die Richtung "jung" und nicht "jung geblieben" :wink:

Mich wĂŒrd auch mal interessieren, wie es anderen 40+ so mit dem Bewerben ergeht, Erfahrungen, auf welche Codes achten etc.

Boo
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Re: 40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?


Beitragvon Kodi » 23.02.2013 19:37

Meine Meinung dazu ist, dass ich mich nicht an so einzelnen Phrasen aufhĂ€ngen wĂŒrde.

Ich habe mich vor lĂ€ngerem selbststĂ€ndig gemacht, zuerst mal als Einzelunternehmer. Als es dann los ging mit den AuftrĂ€gen und ich es allein nicht mehr wuppen konnte, brauchte ich gute Leute, die mich unterstĂŒtzen. Wenn du noch in den AnfĂ€ngen steckst und das Geld (noch) immer extrem knapp ist, suchst du verstĂ€ndlicherweise erst mal nach Mitarbeitern, die du auch bezahlen kannst. Weils aber nun mal dieses Antidiskriminierungsgesetz gibt - ĂŒber das mich auch erst mein Anwalt aufklĂ€rte, nachdem ich Stress mit einer geschalteten Stellenanzeige hatte - muss man bei den Texten in den Stellenanzeigen extrem aufpassen, dass man gesetzlich bloß nix falsch macht.

Was bleibt dir als Mini-Firma mit kleinem Budget demnach ĂŒbrig, um Leute fĂŒr dein Team zu finden, aber trotzdem irgendwie zu signalisieren: hey, wir können keine ManagergehĂ€lter zahlen? Schließlich willst du dir nicht noch mehr Arbeit machen, als du eh schon hast, weil sich plötzlich 1000 Leute bei dir bewerben, die denken, das ist meine Chance. Eben! Du versucht, zwischen den Zeilen von der Stellenanzeige klar zu machen: bei uns gibt es keine ManagergehĂ€lter, weil, wir stecken noch in den AnfĂ€ngen.

So... und wie formulierst du das am besten, ohne eine Abmahnung wegen Antidiskriminierung zu riskieren? Genau, du schreibst: Wir sind ein junges dynamisches Team und suchen Dich als ....

So ist da zumindest bei mir gelaufen. Stimme allerdings auch Boo zu, es gibt 40+ und 40+, die einen noch völlig im Flow, die anderen irgendwann Mitte 20 oder 30 stehen geblieben. Bei letzteren kann ich entsprechende Vorurteile dann auch verstehen.

Wenn du also der Meinung bist, jung und dynamisch zu sein, gib nicht auf, sondern verkauf dich genau so und bleib zÀh! Deshalb gibt es inzwischen auch zwei 40+ Ladies in meinem Team und sie machen ihren Job super.

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Re: 40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?


Beitragvon loop » 24.02.2013 11:01

hmmm, ich find, das kommt schon was auf den ganzen text an, der da steht. jung und dynamisch in kombi mit erste berufserfahrung und noch so was wie sie möchten sich noch weiterentwickeln, wir zahlen ein attraktives einstiegsgehalt, finde das ist schon ein deutlicher wink mit dem zaunpfahl: viel arbeit fĂŒr bevorzugt junges gemĂŒse und nen hungerlohn.
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Re: 40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?


Beitragvon endlich freitag » 07.03.2013 18:24

Ganz Allgemein schlage ich noch vor, die Bewerbungsmappe an sich kritisch zu betrachten. Wenn man schon einige Absagen bekommen, warum dann nicht mal was an der Mappe Àndern. Einfach verschiedene Varianten ausprobieren.
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Re: 40+ Trotzdem auf Stelle bewerben?


Beitragvon theorry » 12.04.2013 12:17

Ich denke bewerben sollte man sich dennoch.. denn wenn man engagement zeigt und deutlich macht, das man selbst noch nicht vergreist ist, zB in dem man sich eine eigene Homepage bastelt auf der man sich darstellt, dann kann das auch funktionieren. es geht den firmen und agenturen ja in erster linie darum, dass sie niemanden wollen, der mit alten methoden arbeitet und sich nicht neue fertigkeiten aneignet.
grĂŒĂŸe
Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', soll den nicht stören, der's gerade tut.
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