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Kündigung wegen genaschter Frikadelle

Kündigung wegen Maultaschen


Beitragvon Kernig » 17.10.2009 07:19

Hab mir mal gestern das Verfahren näher angesehen.

OK, die Dame ist 58 und somit tariflich unkündbar gewesen. Wahrscheinlich hat sie deswegen gemeint sie hätte Narrenfreiheit. Das war ihr Fehler. Wenn der Arbeitgeber ausdrücklich mit Aushang den Verzehr übriggebliebenen Speisen verbietet und sie dann 6 Maultaschen für zuhause (also nicht mal vort Ort gefuttert) einpackt hat sie selbst schuld. Bei so einer Vorlage und wenn ich sie loswerden will, dann habe ich als Arbeitgeber alles was ich brauche.

Wenn sie dann auch noch die Abfindung von 25.000 € !!!! , die sie vom Richter angeboten bekommen hat ausschlägt sollte sie echt den Anwalt wechseln. So ist sie nun verhaltensbedingt gekündigt und das Arbeitsamt wird ihr noch ne Sperre aufbrummen.
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Kündigung wegen Kleinigkeit


Beitragvon Ruhrpott » 19.10.2009 08:52

Naja, 25.000 hört sich zunächst viel an, die müssen aber versteuert werden und sind dann nur nur 15.000 oder sowas wohl wert. Kommt halt drauf an, aber viel ist das nicht.

aber mal ehrlich, dass sind doch alles nur vorschobene und konstruiert kündigungsgründe. der arbeitgeber hatte einfach rechtlich kein anderes mittel den mitarbeiter loszuwerden und hat nur darauf gelauert, dass er so eine vorlage bekommt.

Ob ich als arbeitnehmer bei so einem Chef bleiben will? wohl Eher nicht. aber es ist halt ne sauerei, dass sich die Gerichte mit so nem kram abgeben müssen, nur weil der Chef keine Lust hat mit dem angestellten ne teure Aufhebung zu machen.
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Re: Kündigung wegen genaschter Frikadelle


Beitragvon Ekki » 19.10.2009 15:13

Ohne da jetzt den Chef von der Frau in Schutz nehmen zu wollen. Es gibt tatsächlich Studien darüber, wieviele Millionenverluste Unternehmen entstehen, weil die eigenen Mitarbeiter alles mitgehen lassen, was nicht niet- und nagelfest ist. Angefangen beim Klopapier über Stifte, Papier, Briefmarken etc. Natürlich denkt jetzt bei der Frau jeder: Skandal! Wegen 6 Maultauschen oder einer Frikadelle. Nur weiss man denn, ob die Gute das nicht jeden Tag gemacht hat? Und mit ihr zusammen noch 20 andere Kolleginnen? Und weiss man, ob jemand, der sich an einer Maultasche vegreift, morgen nicht auch mal die Butter oder den Schinken mitnimmt?

Der Einzelne sieht oft nur "die eine Scheibe" oder "den einen Stift". Denkt jeder Mitarbeiter so und hat der Betrieb viele davon, summiert sich das mit der Zeit ganz schön. Ich spreche da u.a. aus eigener Erfahrung. Wir haben in unserem Betrieb eine Materialausgabe, bei der wir uns einmal die Woche Büromaterialien oder anderes Arbeitsmaterial holen können. Anfangs konnten wir einfach hingehen und holen, was wir brauchten, jetzt müssen wir uns in eine Liste eintragen und genau aufschreiben, was wir geholt haben. Begründung: Es herrschte zu grosser Materialschwund - na von allein werden die Sachen ja nicht den Weg nach draussen gefunden haben...

Ungerecht ist es natürlich, wenn jemand immer ne absolut ehrlich Socke war, einmal ne Rosine stibitzt und dafür auf der Strasse landet. Das geht nun wirklich nicht, nur, wie soll mans später dem Chef nachweisen? Also lieber gleich die Finger von lassen.

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Re: Kündigung wegen Frikadelle


Beitragvon Hulk » 20.10.2009 09:03

In dem Fall mit den Maultaschen wären diese aber eh im Mülleimer gelandet, da ist es doch besser, wenn die Frau sie isst, anstatt dass sie in den Müll wandern. Und irgendwelcher finanzieller Schaden entsteht dem Betrieb dadurch auch nicht.
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Urteil: Kündigung wegen genaschter Frikadelle unwirksam


Beitragvon Boo » 16.09.2011 17:34

Hi,

schon gehört? Bin heute zufällig über ein Urteil gestolpert, wo entschieden wurde, dass ein langjähriger Mitarbeiter wegen Verdachts auf Diebstahl nicht gekündigt werden kann, nur weil der eine Frikadelle nascht. Der Betrieb, der einem Mann wegen genaschter Frikadellen und ein paar Pommes gekündigt hat, wurde dazu verdonnert, die Kündigung wieder zurückzuziehen. Sie hätten den Mitarbeiter erst mal abmahnen müssen.

Google nach: "8 Sa 711/10"

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