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Wo soll ich anfangen?

Wo soll ich anfangen?


Beitragvon Marco » 22.05.2007 10:49

Hallo,

kurz etwas zu meiner Person.
Ich bin 33 Jahre (m).
Habe eine Ausbildung zum Elektroinstallateur gemacht. Danach kamen 4 Jahre Bundeswehr in der ich die ersten Lehrgänge (Pc, Hardware) machte.
Nach der Bundeswehr besuchte ich eine Ganztagsschule und wurde in einem Jahr als EDV-System-Servicespezialist ausgebildet. Nach dem anschließenden Praktikum bei einer größeren Firma konnte ich auch gleich danach in der EDV Abteilung anfagen.
Leider durfte ich in dieser Zeit keine Lehrgänge (wegen angeblichen Zeitmangel) oder ähnliches besuchen.

Nun bin ich schon acht Jahre in meinem Beruf, bin nicht mehr motiviert, nicht beruflich weiter gekommen und Spaß macht der Job zwecks fehlender Anerkennung auch nicht mehr. In Sachen Gehalt hat sich schon lange nichts mehr getan, trotz vieler Gespräche.

Jetzt spiele ich mit dem Gedanken mir einen neuen Job zu suchen oder mich total neu zu orientieren.

Aber wo soll ich anfangen, wie finde ich heraus welcher job zu mir passt?
Oder bleibe ich doch in meinem alten, nur bei einer anderen Firma?

Nat√ľrlich habe ich auch Angst das alles schief geht, ich habe schlie√ülich noch eine Familie zu ern√§hren und ein Haus zu bezahlen...

Das dumme ist auch das ich mehr aus einer ländlichen Gegend komme und es hier in der Nähe nicht ganz so viele Jobangebote gibt.

Kann mir irgend jemand helfen?

Bin verwirrt...


gruß
Marco
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Re: Wo soll ich anfangen?


Beitragvon Zoe » 22.05.2007 16:09

Hallo Marco,

Du hast bereits angefangen, denn schon allein Deine Mail steckt voller Auseinandersetzung mit Deiner Situation und eigentlich beantwortest Du Dir viele Deiner Fragen unbewusst selbst.

Allein die Darstellung Deines bisherigen beruflichen Weges (n√§mlich Weiterbildung, Interesse, immer was Neues im Bereich EDV hinzuzulernen) zeigt, dass Du keineswegs den falschen Job gew√§hlt hast. Es scheint Dir wirklich am Herzen zu liegen, nicht auf der Stelle zu treten, sondern Dein Fachwissen auszubauen. Ich denke, das Interesse h√§ttest Du nicht, wenn Dir der Job als solches nicht auch Spa√ü machen w√ľrde.

Wenn seitens des Arbeitgebers keinerlei Weiterentwicklungsm√∂glichkeiten geboten werden, man sich Tag f√ľr Tag wie ein Hamster im Laufrad f√ľhlt und keinen Schritt weiterzukommen scheint, ist es nicht verwunderlich, wenn sich schleichend der Frust breit macht, der Job einen an√∂det und man fr√ľher oder sp√§ter die innere K√ľndigung ausspricht.

Erst recht, wenn man das Gef√ľhl hat, im Unternehmen nur noch eine Nummer oder ein Zahnr√§dchen zu sein, was einfach nur zu funktionieren hat. F√ľhren Gespr√§che mit dem Vorgesetzen dann zudem ins Nichts, erstickt das meiner Meinung nach auch noch den letzten Funken Hoffnung.

So interpretierte ich Deine derzeitige Situation anhand Deines Geschriebenen, bitte korrigier mich, wenn dem nicht so sein sollte.

Marco hat geschrieben:Aber wo soll ich anfangen, wie finde ich heraus welcher job zu mir passt? Oder bleibe ich doch in meinem alten, nur bei einer anderen Firma?


Es gibt da einen Spruch der heißt: Love it or leave it....

Meiner Meinung nach ist es bei Dir nicht der Job, der nicht zu Dir passt, sondern das Umfeld in dem Du arbeitest. Der Frust den Du derzeit im Job erlebst, hat sich schon so negativ auf Deinen Beruf als solchen √ľbertragen, dass er Dir keinen Spa√ü mehr macht und Du nun hoffst, in einem neuen Beruf w√ľrde sich das √§ndern.

Ich an Deiner Stelle w√ľrde viel eher zusehen, dass ich mir einen neuen Job suche, der mir all das gibt, was mir jetzt fehlt, n√§mlich spannende Aufgaben, Verantwortung und M√∂glichkeiten gemeinsam mit der Firma zu wachsen (also z.B. auch durch Weiterbildung).

Dazu musst Du Deinen jetzigen Job ja nicht gleich hinschmei√üen, aber Du kannst doch aus gesicherter Position heraus anfangen, Dich zu bewerben. Glaube mir, allein schon dieser erste Schritt wird Dich so befl√ľgeln und neu motivieren, weil Du "handelst" und nicht l√§nger "still ertr√§gst". Und was hast Du auf diese Art zu verlieren? Mehr als absagen kann man Dir nicht und dann versuchst Du es eben wieder neu.

Marco hat geschrieben:Nat√ľrlich habe ich auch Angst das alles schief geht, ich habe schlie√ülich noch eine Familie zu ern√§hren und ein Haus zu bezahlen...


Glaube mir, diese Aussage h√∂rte ich von anderen Menschen, die sich urspr√ľnglich in √§hnlicher Situation befanden wie Du, immer und immer wieder. Das ist eine Ausrede, man nennt das wohl auch den inneren Schweinehund, die Angst davor, das Gewohnte, die sogenannte innere Komfortzone, zu verlassen und Neues zu wagen.

Was soll denn schief gehen? Du hast jetzt noch einen festen Job. Niemand rät Dir, ihn sofort hinzuschmeißen - bitte ließ dazu auch folgende Artikel zum Thema Jobwechsel:
http://www.jobkrise.de/de/jobsuche-grue ... ss-10.html
http://www.jobkrise.de/de/jobsuche-grue ... ss-28.html

Marco hat geschrieben:Das dumme ist auch das ich mehr aus einer ländlichen Gegend komme und es hier in der Nähe nicht ganz so viele Jobangebote gibt.


Auch diesbez√ľglich bist Du nicht der Einzige. Die Jobsituation auf dem Land sieht zumeist nicht so rosig aus.

Es ist halt die Frage was Du willst und was Du f√ľr Deine Zufriedenheit (und die Deiner Familie, ich kann mir gut vorstellen, Deine Frau leidet ebenso mit) bereit bist, zu geben. Schau, andere Menschen pendeln Woche f√ľr Woche zwischen Job und Familie hin und her, andere haben ihr Eigenheim vermietet oder sogar verkauft und den Schritt ins Neuland gewagt, wiederum andere verharren bis zum Lebensende an einem Ort, bei einem Arbeitgeber, obwohl sie Tag f√ľr Tag mehr gefrusted sind.

Du (nat√ľrlich mit Deiner Familie zusammen) kannst etwas an Deiner Situation √§ndern und wenn Du wirklich √ľberhaupt keine M√∂glichkeiten daf√ľr siehst, dann √§ndere Deine Meinung zur Situation, also versuche das Beste daraus zu machen. Ersteres, n√§mlich das √Ąndern der Situation an sich, halte ich in jedem Falle f√ľr die bessere, befreiendere und gl√ľcklicher machende Wahl.

Marco hat geschrieben: Bin verwirrt...


Solltest Du nicht, die meisten von uns befinden oder befanden sich in ihrem Leben sicher schon einmal in ähnlicher Situation, selbst meine Wenigkeit und ich habe den Schritt nach vor nie bereut.

Entscheidungen sind schlie√ülich daf√ľr da, damit man sie trifft ;-)

Lg

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Re: Wo soll ich anfangen?


Beitragvon Marco » 23.05.2007 15:11

Hallo Zoe,

erst mal Danke f√ľr deine Antwort, du hast mir damit echt die Augen ge√∂ffnet.

Ich muß dir so im nach hinein in allen Punkten Recht geben.
Man muß selber etwas tun damit sich etwas verändert. Wenn man im stillen darauf wartet das sich etwas verändert, wartet man meistens vergebens.

Ich werde jetzt in aller Ruhe meine "Daten" sammeln, auswerten und dann anfangen Bewerbungen zu schreiben.

Noch mal Vielen Dank!!!

gruß
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Alles hinschmeissen und neu anfangen?


Beitragvon Ver√§nderung » 26.05.2007 19:52

Eine Freundin hat mir von diesem Beitrag hier erzählt und mir den Link geschickt, weil sie der Meinung war, er könnte mir weiterhelfen. Ich sehe mich in vielen Punkten wieder. Seit fast 10 Jahren arbeite ich bei ein und derselben Firma und kann das nicht in Worte fassen, irgenwann bin ich bildlich aufgewacht und habe mich gefragt, was mache ich hier eigentlich?

Oder auf den Punkt gebracht, ich frage mich, worin der Sinn liegt, jeden Morgen zur Arbeit zu gehen und diesen Job zu machen und ob es da nicht was gibt, was mich mehr erf√ľllen k√∂nnte. Und um so l√§nger ich dar√ľber nachdenke, um so mehr frustriert mich mein jetziges Dasein.

Ich bin Graphiker, 32 Jahre alt, liebe es, den Dingen mit meiner Arbeit Ausdruck zu verleihen, doch ich sitze da Tag f√ľr Tag und gestalte irgendwelche nichtssagenden Anzeigen auf Kundenwunsch. Da ist nicht viel mit eigender Kreativit√§t. Bin hin und her gerissen, die Sache zu schmeissen und mein eigenes Ding zu machen und bin konfrontiert mit all dem was hier geschrieben, das Verlassen des Gewohnten, der Sprung ins kalte Wasser.

Es tut in jedem Fall gut zu wissen, dass es noch andere gibt, die ausbrechen wollen.
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Re: Alles hinschmeissen und neu anfangen?


Beitragvon Zoe » 27.05.2007 19:31

Hallo Du in der Veränderung steckender,
Veränderung hat geschrieben:irgenwann bin ich bildlich aufgewacht und habe mich gefragt, was mache ich hier eigentlich?


Der Anfang wäre gemacht :)

Veränderung hat geschrieben:Bin hin und her gerissen, die Sache zu schmeissen und mein eigenes Ding zu machen und bin konfrontiert mit all dem was hier geschrieben, das Verlassen des Gewohnten, der Sprung ins kalte Wasser.


Oder das Ganze piano piano anzugehen. Jetzt hast Du es schon 10 Jahre lang ausgehalten (√ľberhaupt sehr bewundernswert), kommt es da noch auf ein paar Monate an?

Ich denke, Du hast hier schon klar formuliert, was Dich an Deinem jetzigen Job frustriert und wo Du eigentlich hin m√∂chtest. Vertiefe diese Ans√§tze doch einfach mal und schreibe Dir auf, wie Du Dir Deine zuk√ľnftige Arbeit, Deine berufliche Erf√ľllung vorstellst. Was Dir jetzt nicht passt und was Du gerne tun w√ľrdest.

Gerade als Graphiker bietet sich auch die Selbst√§ndigkeit an. Schalte doch einfach mal zum Test Anzeigen in diversen Medien, biete Deine Leistung an, so wie Du Dir das vorstellst und schau, was dabei rauskommt. Feile daran, wenn es noch nicht das Ultimo ist und bau Dir nach und nach Deinen Kundenstamm auf. Und dann, wenn Du ein gutes Gef√ľhl hast, cancel Deinen jetzigen Job und tauche ein in das Neue.

Lg

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Re: Alles hinschmeissen und neu anfangen?


Beitragvon Marco » 29.05.2007 11:09

Hallo Veränderung,

ich habe mir jetzt ein "Jahresplan“ gesetzt und ich muss sagen das tut mir verdammt gut. :)

Allein das ich jetzt etwas gegen meine jetzige Situation tu befl√ľgelt mich im warsten Sinne des Wortes, so wie es Zoe oben schrieb.

Ich gebe mir jetzt ein Jahr Zeit um alle “Defizite“ in meinem Job zu beheben.
Sprich ich m√∂chte noch etliche L√ľcken in meinem Wissen f√ľllen. Da ich dies nicht von meiner Firma erwarten kann, setz ich mich halt selber hin und bring es mir bei.

Bewerbungen werde ich prim√§r erst nach dem Jahr schreiben weil ich denke das ich dann noch besser f√ľr den "neuen‚Äú Job vor bereitet bin. Sollte sich in der Zwischenzeit aber eine einmalige Gelegenheit ergeben werde ich nicht nein sagen .

Ich finde daran das Gute das man nicht alles √ľberst√ľrzt und sich gut auf alles vorbereiten kann.

Auch wenn es nicht gleich nach dem Jahr klappen sollte, oder es doch vieleicht anderst kommt als man denkt,
man hat etwas f√ľr sich getan und man verf√§llt nicht als weiter in den trott in dem man vorher war.


Gruß
Marco
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