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Befristeter Arbeitsvertrag, worauf achten

Befristeter Arbeitsvertrag, worauf achten


Beitragvon eddy » 07.11.2009 13:07

Hallo, mir ist gestern ein befristeter Arbeitsvertrag ins Haus geflattert. Im Vorstellungsgespr├Ąch war von einer Befristung aber nie die Rede. Ich f├╝hle mich jetzt etwas ├╝bers Ohr gehauen, zumal ich meinen jetzigen Job schon gek├╝ndigt habe, um p├╝nktlich rauszukommen.

Kurzer Hintergrund: Am ersten Januar fange ich bei einer neuen Firma an. Gestern haben sie mir meinen Arbeitsvertrag zum unterschreiben zugesendet und wie ich erst jetzt gesehen habe, ist der Arbeitsvertrag erst mal bis zum 31.12.2010 befristet. Die Probezeit betr├Ągt sage und schreibe 6 Monate, so lang hatte ich noch nie Probezeit.

Jedenfalls kommt mir das ganze jetzt irgendwie nicht ganz koscher vor, eigentlich k├Ânnen die mich doch in den ersten 6 Monaten jederzeit k├╝ndigen und nach 12 Monaten w├Ąr ich sowieso raus. Besteht f├╝r mich nach den 12 Monaten irgendein Anspruch auf Weiterbesch├Ąftigung oder liegt das ganz im Ermessen der Firma? Worauf muss ich bei einem befristeten Arbeitsvertrag achten, gibt es da bestimmte Fallstricke oder Nachteile? Kann ich auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag bestehen, weil im Vorstellungsgespr├Ąch von einer Befristung nie die Rede war?

Eddy
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Re: Befristeter Arbeitsvertrag, worauf achten


Beitragvon jenny » 08.11.2009 13:12

Hall├Âle,

W├╝rde mich an Deiner Stelle nicht einfach so damit abfinden, dass Dir ein befristeter Arbeitsvertrag aufs Auge gedr├╝ckt wurde, ohne dass vorher davon die Rede war. Ist nat├╝rlich bl├Âd, dass Du Deinen alten Job schon gek├╝ndigt hast, weil jetzt gibt es wohl schlecht einen Weg zur├╝ck.

Kl├Ąr das mit der Befristung auf jeden Fall mal ab BEVOR Du den Vertrag unterschreibst, also lass die Wirksamkeit der Befristung auf jeden Fall mal ├╝berpr├╝fen. Zum Beispiel durch einen Anwalt oder Deine Gewerkschaft, wenn Du drinnen bist. Du k├Ânntest zum Beispiel je nach dem eine Entfristungsklage vor dem zust├Ąndigen Arbeitsgericht bewirken. Fehlerim Arbeitsvertrag, die eine Befristung unwirksam machen, passieren Arbeitgebern n├Ąmlich leicht :) Beispielsweise muss eine Befristung zwingend schriftlich und zwingend vor der Arbeitsaufnahme vereinbart werden. Bei so genannten sachgrundm├Ą├čigen Befristungen kann dar├╝ber hinaus der aufgef├╝hrte Befristungsgrund unzul├Ąssig sein. Erweist sich die Befristungsklausel im Arbeitsvertrag als unwirksam, hat dies aber keinen Einfluss auf die ├╝brigen Vertragsbestandteile.

Also lass das mal beim Anwalt checken, welche folgen so ein befristeter Arbeitsvertrag in Deinem Fall hat, bzw. ob er ├╝berhaupt wirksam ist. Das erste Beratungsgespr├Ąch da ist doch meistens umsonst oder kostet zumindest nicht soviel. Oder Du fragst mal auf einer der Anwalt-Internetseiten. Mehr als 50 Euro wird Dich das sicher nicht kosten, da schon mal eine gute Antwort zu bekommen.

Viele Gr├╝├če

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Befristeter Arbeitsvertrag, worauf achten


Beitragvon Henning » 08.11.2009 13:55

hei,

ist nat├╝rlich schlechter Stil. aber du kannst nun diese kr├Âte schlucken oder dich wehren und den arbeitsplatz nicht bekommen.

nat├╝rlich h├Ątte man mit dir das vorher absprechen k├Ânnen/m├╝ssen /sollen hat man aber nicht. so ein vorstellungsgespr├Ąch ist auch nicht binden, au├čer man kl├Ąrt m├╝ndlich alle! inhalte des arbeitsverh├Ąltnisses ab.

ein befristeter vertrag muss schriftlichgemacht werden, eine begr├╝ndung muss nicht sein - dann ist er allerdings nur auf maximal 2 jahre zu befristen.

so wie du das schreibst, ist alles ok. auch die probezeit ist zwar lang aber in ordnung. einen anspruch auf weiterbesch├Ąftigung hast du nicht

gru├č henning
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Befristeter Arbeitsvertrag, worauf achten


Beitragvon Ruhrpott » 08.11.2009 13:58

ich w├╝rde mich auch mit nem anwalt beraten.

wenn du dem alles erz├Ąhlst, kommt der vielleicht zum schlu├č darauf, dass du bereits einen m├╝ndlichen und deswegen unbefristeten arbeitsvertrag mit deinem neuen arbeitgeber hat. dann biste fein draus und musst nur die probezeit ├╝berstehen.
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Re: Befristeter Arbeitsvertrag, worauf achten


Beitragvon eddy » 08.11.2009 17:51

Hey,

erst mal vielen Dank f├╝r die ganzen Tipps, da scheint doch noch Hoffnung f├╝r mich zu bestehn. Klar, da hab ich Murks gemacht, war nicht so klug, den alten Job schon zu k├╝ndigen, bevor ich den neuen sicher in der Tasche habe, mit Vertrag und so. H├Ârte sich halt alles wirklich super an, Gehalt, Aufgaben etc. und h├Ârt es sich jetzt klar auch noch, nur die Sache mit der Befristung und der langen Probezeit finde ich halt ziemlich daneben, vor allem, weil halt nie die Rede davon war vorher. Ich muss jetzt auch sagen, ich mein, ich fang bei einer neuen Firma an und komme denen gleich mit Anwalt und so. Kommt nicht gut, denke ich mal, oder? Andererseits h├Ątten die doch von vorneherein mit offenen Karten spielen k├Ânnen. W├╝rde mir da eigentlich eine finanzielle Entsch├Ądigung zu stehen? Also z.B. f├╝r die Tatsache, dass ich den alten Job gek├╝ndigt habe?

Nehmen wir mal an, ich mach jetzt mal nichts und lass mich auf den den Deal ein, nach der Befristung k├Ânnen die mich doch durchaus ohne Befristung einstellen, oder l├Ąsst sich so eine Befristung undendlich verl├Ąngern?

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Befristeter Arbeitsvertrag


Beitragvon jenny » 08.11.2009 18:19

Hey Eddy,

hast schon irgendwie Recht, gleich mit nem Anwalt zu winken, ist echt kein guter Start, vorausgesetzt, Du willst Dich echt auf den Deal einlassen...

Wegen der unendlichen Verl├Ąngerung der Befristung kommts drauf an, welcher Grund in Deinem A-Vertrag f├╝r die Befristung genannt ist. Man spricht da von Befristung mit Sachgrund oder eben ohne. Wenn die Befristung mit Sachgrund ist, kann der Arbeitsvertrag bis zu 3 Mal verl├Ąngert werden. Sachgrund ist zum Beispiel

- man braucht Deine Arbeitskraft nur vorr├╝bergehend, zum Beispiel f├╝r eine zeitlich begrenztes Projekt
- man will erst mal testen, ob Du geeignet bist
- man braucht Dich als Vertretung f├╝r einen Kollegen, der bald wieder da ist
- Deine Person Anlass gibt, das Ganze erst mal zu befristen
- man Dir nach der Ausbildung den Einstieg in die Berufswelt erleichtern m├Âchte
- ...

Wenns keinen Sachgrund gibt, darf der befristete Arbeitsvertrag auch maximal 3 Mal verl├Ąngert werden, also z.B. erst 6 Monate, dann nochmal 6 Monate und nochmal 8 Monate, allerdings bis zu einer maximalen Dauer von 2 Jahren beim selben Arbeitgeber. Ist fast ausschlie├člich der Fall bei Neueinstellungen.

Und um mich meinen Vorrednern hier noch anzuschlie├čen: Befristungsabreden haben gesetzlich vorgeschrieben immer schriftlich zu erfolgen! Rein theoretisch m├╝ssten Deine Chancen also gut stehen, dass der neue Arbeitgeber die Befristung aus dem Vertrag rausnehmen muss. Praktisch betrachtet denke ich mal, ihr seid beide in der Beweislast. Also Du, dass nie von einer Befristung gesprochen wurde und Dein Arbeitgeber, dass die Befristung von vorneherein zur Sprache gekommen ist. Das Gericht ist da im Zweifelsfall oftmals sehr Arbeitnehmerfreundlich :)


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